Im Ölbusiness – Die Familie Agostini

Gaetano Agostini von der Ölmühle “Frantoio Agostini”, ist ein Tausendsassa. Ständig hat er irgendwelche Ideen und arbeitet an neuen Projekten. Jetzt hat er einen Weg gefunden, die Pressrückstände seiner Olivenölmühle in einen pelletartigen Brennstoff zu verwandeln, mit dem man kostengünstig Kaminöfen beheizen kann. Energie ist in Italien teuer. Ausserdem ist so die Wertschöpfungskette nahezu ausgelastet, die Energiebilanz stimmt, und es müssen keine neuen Bäume gefällt werden.

olivenbaum

Die Ölmühle wird bereits mit Gaetanos Söhnen Marco und Elia in vierter Generation geführt. Sein Großvater betrieb sie aufgrund der damals vorherrschenden Armut noch nebenher, man hielt sich seinerzeit mit 3-4 verschiedenen Tätigkeiten über Wasser. Richtig ins Ölgeschäft stieg dann 1945 erst Gaetanos Vater Alfredo ein.

kanister agostini

storia agostini

Gaetano Agostini wollte von Kindesbeinen an sein eigenes Öl machen,  eine eigene Mühle haben und begann Anfang der 80-iger Jahre im Unternehmen. Der Landwirtschaft ging es bereits zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut. Seine Freunde sagten, er verschwende seine Zeit. Sie studierten und wurden Architekten oder Ingenieure. Er blieb und strukturierte mit der Zeit den elterlichen Betrieb um. “Ich erkannte: Um wirschaftlich arbeiten und die Qualität des Produktes verbessern zu können, musste ich moderne Technologie einsetzen.Die Technik war ja seinerzeit fast auf dem Stand des 19. Jahrhunderts stehen geblieben.” Er begann, sich nach und nach den entsprechenden Maschinenpark zuzulegen und verbesserte somit nicht nur den Ertrag, sondern auch die hygienischen Verhältnisse. Er verarbeitete die Oliven schneller und erhöhte somit die Qualität des Olivenöls, dessen analytische Werte besser ausfielen als jemals zuvor.

hurticinum

Heute werden alle Arbeitsschritte in seinem Betrieb abgedeckt, von der Anlieferung bis zur Flaschenabfüllung. Zum Familienbetrieb gehören außerdem noch Gaetanos Bruder Maurizio, seine Söhne Marco und Elia und die sympathische Lorena.

gabelstapler agostini

lorena

Trotz modernster Technologien legt man im Frantoio Agostini größten Wert darauf, die Oliven nach traditionellen Werten und in bester Handwerksmanier (livello artigianale) zu verarbeiten, um Öle allerhöchster Qualität zu produzieren. Dies wurde u. a. bereits von Slowfood prämiert. So werden die Oliven schonend von Hand und ohne den Einsatz von Rüttelmaschinen geerntet. Die frischen Früchte bleiben dadurch intakt und hochwertig. Sie werden umgehend und innerhalb von 24h weiterverarbeitet. Das Öl wird rein mechanisch und ohne den Zusatz von chemischen Mitteln gewonnen. Agostinis Oliven – das ist dem Frantoio wichtig – stammen zu 100% aus Italien, großteils aus den Marken und der Umgebung der Stadt Fermo.

oliven in der kiste

prämien agostini

Es sind unter anderem folgende Faktoren, die den Unterschied zwischen industriell gefertigten oder nach bester Handwerksmanier hergestellten Ölen ausmachen, obwohl beide den Titel “Natives Olivenöl Extra” -also Olio Extra Vergine di Oliva- tragen dürfen: die Provenienz, Sortenreinheit oder Sortenlimitierung, eine schonende Ernte und somit Reinheit und guter Zustand der Früchte, sowie deren zeitnahe und hygenische Verarbeitung. Das dieses hochqualitative Erzeugnis nicht zum Supermarktpreis zu haben ist , liegt eigentlich auf der Hand. Und es sind auch diese Extra Vergini Artigianali die meist reicher an Polyphenolen sind. Polyphenole sind aromatische Verbindungen und (aufgepasst Mädels :-)) natürliche Antioxidantien (nieder mit den freien Radikalen. Wo ist die Flasche?). Ausserdem beugen sie Infarkten vor, wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Beeindruckende 5.000 Doppelzentner Öl stellen die Agostinis mittlerweile pro Jahr her. Interessant dabei zu wissen: Nach europäischer Norm wiegt 1Liter Olivenöl 916 Gramm!

4x oel Hervorragend schmecken seine Öle übrigens alle! Wir beziehen sie seit langer Zeit und beliefern Familie, Freunde und mittlerweile Freundesfreunde damit. Agostini erzählt uns dann noch augenzwinkernd, dass bereits im Mittelalter die Dogen aus Venedig, sowie Adelsgeschlechter aus Rom ihr Olivenöl in den Marken kauften, weil es als eines der besten galt.

Bald online bei uns im Giuseppe & Fratelli Shop zu haben – stay tuned!